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Das Fundbuero

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„Das Fundbuero” war ein fortlaufendes Projekt über die Wende, die DDR, über ihre Geschichte und Identität. Ein Hauptziel des Projektes war es ein lebendiges Archiv zusammenzustellen, das die Erfahrungen der Menschen während und nach der DDR sammelt. Es sollte nicht versucht werden Geschichte nachzuerzählen oder historische Übereinstimmungen zu schaffen, „Das Fundbuero” gab Raum für ambivalente Gefühle die nach wie vor existieren und kommuniziert werden sollten.

Von März bis Juni 2009 begab sich „Das Fundbuero” auf die Suche nach Geschichten. Weimarer Einwohner wurden in Zusammenarbeit mit der Künstlerin Monica Sheets und mir als ihrer künstlerischen Mitarbeiterin an der Erstellung eines Geschichtsarchives beteiligt. Die erste Aktion war eine Umfrage unter der Bevölkerung Weimars über ihre Gefühle im Bezug auf die DDR, Wende, Wiedervereinigung und verwandte Themen. Die Ergebnisse dieser Umfrage wurden Ausgangspunkt für Gesprächsrunden und Workshops aus denen sich ein partizipatorisches Kunstprojekt entwickelte. Die Teilnehmer entscheiden über Form und den Inhalt des Archivs. Die Beteiligten wurden gebeten ihre Erfahrungen kritisch zu hinterfragen um ihre Erlebnisse und Erinnerungen mit den Geschichten der anderen in Beziehung setzen zu können. Die Wende wurde als Punkt benutzt, die Vergangenheit, die Gegenwart und die Zukunft zu überdenken.

“Das Fundbuero” war eine Masterarbeit von der amerikanischen Künstlerin Monica Sheets. Ich habe als ihre Assistentin gearbeitet.

“Das Fundbuero” (Lost and Found Office) is an ongoing project about the German Democratic Republic, the political changes of 1989-90 (the Wende), history and identity. A main goal of the project is to create a dynamic archive that captures the nuance of people’s experiences during and after the GDR. It does not seek to build a grand narrative or a historical consensus but rather to function as a space for the conflicting feelings that necessarily exist.

From March through August of 2009, “Das Fundbuero” conducted a series of activities to involve residents of Weimar in constructing an archive of their stories. Activities started with a survey of residents’ feelings about topics related to the GDR, the Wende and German re-unification. The survey results were discussed in a public meeting in April. From survey participants, meeting attendees and other contacts, a small work group formed. The group met weekly in a storefront space for discussion and to work toward developing a project. In July the group held a series of events including public discussions and a film night. The activities of the group were then documented in a free newspaper. Participants were asked to examine their experiences with a critical eye in order to relate them to the experiences of others. The Wende was used as a point from which to consider the past, present and future.

These activities of “Das Fundbuero” were the thesis project of Monica Sheets, a student in the Bauhaus-University Weimar’s MFA program Public Art and New Artistic Strategies. I was the assistant of Monica Sheets and the “Mitarbeiterin” of “Das Fundbuero”.