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— für die Entfaltung der eigenen Art und eigenständiges Denken

Goethes Singspiel Erwin und Elmire auf dem Ekhof Festival 2009

Elmire und BernadoOper von Anna Amalia, Herzogin von Sachsen-Weimar-Eisenach (1776) | Libretto von Johann Wolfgang von Goethe

Goethes Libretto entstand bereits 1773 in Frankfurt. Er war damals 24 Jahre alt und mit Lili Schönemann verlobt, seiner „Belinde”, der er das Stück in einem vorangestellten Vierzeiler widmete. Das Singspiel erzählt die Geschichte von Elmire, die von ihrem Jugendfreund Erwin wegen ihres Kaltsinns verlassen wird, und sich daraufhin große Sorgen um ihn macht. Elmires Mutter Olympia und der Hauslehrer Bernardo versuchen vergeblich sie aufzuheitern, doch dann entwickeln sie einen raffinierten Plan: Elmire soll einem Eremiten ihr Leid klagen und seinen Rat einholen. Dieser ist der von Bernardo verkleidete Erwin, der nun aus Elmires Mund von ihren wahren Gefühlen hört und sie glücklich in die Arme schließt.

Künstlerische Leitung: Norbert Meyn, London

Regie: Christopher Gutmann, London

Musikalische Leitung: Peter Tregaer, Melbourne

Sängerensemble: Lieder Theatre London

Kostümdesign: Ann-Kathrin Rudorf

Orchester mit historischen Instrumenten koordiniert von Erik Sieglerschmidt und Stefan Katte

Eine Produktion des Lieder Theatre London in Zusammenarbeit mit IOpera Melbourne und der Guildhall School of Music & Drama London.

Mit der Unterstützung der Swiss Global Artistic Foundation.

Ekhof Theater Gotha

Das Ekhof-Theater (1681-1687)

Das Ekhof-Theater auf Schloss Friedenstein ist ein einzigartiges Denkmal der Theatergeschichte. Es gilt als das in seiner originalen hölzernen Bühnentechnik am vollständigsten Erhaltene des 17. Jahrhunderts.

Die Bühnenmaschine

Die Kulissenflügel auf der linken und rechten Seite der Szene stehen in sogenannten Kulissenwagen, die sich unter der Bühne befinden. Damit können die Kulissen entlang der Schlitze im Bühnenboden, den “Freifahrten”, aus dem Blickfeld der Zuschauer hinaus und wieder herein gefahren werden.

Jeweils drei Kulissenflügel stehen direkt hintereinander und ermöglichen so drei aufeinanderfolgende Wechsel des Bühnenbildes. Damit zum Erstaunen der Zuschauer die Kulissen, der Rückprospekt und die die Bühne nach oben abschließenden “Soffitten” gleichzeitig verwandelt werden können, sind alle Teile mit einem ausgeklügelten System von Seilen und Wellbäumen untereinander verbunden. Innerhalb von Sekunden kann ein komplettes Bühnenbild ausgewechselt werden. Effektmaschinen wie Flugwerke, Versenkungen, Donnerschacht und Windmaschine ergänzen das barocke Theatervergnügen.

Das Ekhof-Festival

Seit 1969 wird das Gothaer Schloßtheater wieder regelmäßig bespielt. Das Ekhof-Festival, das jedes Jahr während der Sommermonate stattfindet, entdeckt unbekannte Werke des 18. Jahrhunderts für unsere Zeit wieder. Die Stücke werden in historischen Inszenierungen mit passendem Bühnenbild und Kostümen präsentiert. Bei nur 165 Plätzen ist ein intimes Theatererlebnis mit spektakulären barocken Effekten gewährleistet.

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This entry was posted on Sunday, June 14th, 2009 at 9:14 pm and is filed under Event and Exhibition. You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0 feed. You can leave a response, or trackback from your own site.

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