eigenartig.es

— für die Entfaltung der eigenen Art und eigenständiges Denken

Archive for the ‘Künstler’ Category

Gemälde für eine kaputte Nähmaschine

No Comments »

April 15th, 2010 Posted 1:38 pm

Stelle eine kaputte Nähmaschine in einen Glasbehälter,
der zehn- oder zwanzigmal größer als die Maschine ist.

Stelle den Glasbehälter einmal im Jahr,
an einem Abend,
an dem es schneit,
auf den Marktplatz,
und lasse jeden Steine darauf werfen.

Winter 1961, Yoko Ono

Alexander McQueen ist tot!

No Comments »

February 12th, 2010 Posted 6:01 pm

Der vierzigjährige Designer wurde gestern in seinem Haus in London tot aufgefunden. Warum der Stardesigner den Freitod gewählt hat ist noch unklar. Die Modewelt ist erschrocken. Seine Website lässt verlauten: “On behalf of Lee McQueen’s family, Alexander McQueen today announces the tragic news that Lee McQueen, the founder and designer of the Alexander McQueen brand has been found dead at his home. At this stage it is inappropriate to comment on this tragic news beyond saying that we are devastated and are sharing a sense of shock and grief with Lee’s family.”

Der Designer zählte zu den Ausnahmetalenten der zeitgenössischen Modeszene. Seine neue Kollektion die gestern in New York gezeigt werden sollte wurde kurzfristig abgesagt. Bleibt abzuwarten wie es nun weitergeht.

Tim Walker | Träumen am Sonntag

No Comments »

January 31st, 2010 Posted 3:44 pm

Falls ich es noch nicht erwähnt haben sollte, ich habe eine absolute Schwäche für Tim Walkers Modefotografien. Was macht man dann also an einem Sonntagnachmittag? Den wundervollen Bildband “Pictures” anschauen und in Tagträume verfallen. Ach, ich freu mich!

Für alle die den guten Mann noch nicht kennen hier ein paar Eckdaten

-  Tim Walker ist 1970 im Süden Englands in Devon geboren
- arbeitet für Vogue, Harper’s Bazaar, Hermés, Dior, Aquascutum London, Comme des Garcons, Couture Couture Los Angeles u.v.m.
- “Tim Walker verlängert den Traum der Haute Couture ins Bild”, schrieb die Kuratorin Caroline König und beschreibt damit wunderbar die Wirkung Walker’s Bilder
- ist bekannt für seine Aufwändigen Inszenierungen und Requisiten (ein Blick auf Youtube lohnt sich)
- fotografiert fast ausschließlich analog

Modetagung "Out of Order – Störung als Prinzip" 23.1-24.1.10 – HfK Bremen

No Comments »

November 16th, 2009 Posted 5:38 pm

outoforder2010 - Modetagung

Wer Zeit und Lust hat sollte sich die Modetagung mit internationalen Gästen nicht entgehen lassen! Ich kann den Besuch nur nachdrücklich empfehlen. Studenten bezahlen nur 20,00€ – also los.

“Ist Mode, die aus der Ordnung fällt, die keinem erkennbaren Gesetz zu folgen scheint, tatsächlich zufällig? Oder ist die Störung in der Mode seit je her Prinzip? Kann der Zufall somit prognostizier- und steuerbar sein?

Die dreitägige internationale Tagung stellt Positionen aus Modedesign, Modejournalismus, Modefotografie, aber auch aus Theater-, Mode-, Kunst-, Gesellschafts- und Wirtschaftswissenschaft zur Diskussion, die alle samt das Konzept der Störung als Innovationsmotor befragen.

Vorträge, Präsentationen, Performances mit internationalen Referentinnen und Referenten.”

(more…)

Vogue: Fashion's Night Out London

No Comments »

September 8th, 2009 Posted 2:25 am

eigenartig.es_vogue_london_fashion's_night_out_celebration_2009

“As part of a bold global initiative, the international editions of VOGUE are partnering with designers, department stores, high-street chains and boutiques to create Fashion’s Night Out, an evening extravaganza to be held around the world on Thursday, September 10, 2009, from 6pm until midnight.

Here, in London’s West End, we aim to lift shopping spirits and to emphasise the pleasure and joy of fashion. London is home to some of the world’s most celebrated designers and is a number one shopping destination internationally – Fashion’s Night Out will reinforce this.”

Vogue UK

In London beteiligen sich unter anderem Alexander McQueen, Topshop, Prada, H&M, Gucci, Selfridges und Marks & Spencer an der Modenacht. Wie die Vogue berichtet sollen sich auch Läden in Taiwan, Russland und New York beteiligen. Extra für den Event hat Vogue eine limitierte Auflage von 100 T-shirts herausgebracht die für einen guten Zweck verkauft werden sollen. Das Geld geht an Crisis eine wohltätige Organisation die Obdachlosen hilft.

Es gibt unzählige kleine Events an dem Abend ich werde mir folgendes ansehen:

  • 18.45 Uhr Vogue Fashion Director Lucinda Chambers gestaltet das Schaufenster von Giorgio Armani | 37/42 Sloane Street
  • 19.00 – 20.00 Uhr Vogue Shooting in Chanel, Stylistin Kate Phelan, Fotograf Jean Michel | 173 New Bond Street
  • Das von Bay Garnett gestaltete Schaufenster vom Louis Vuitton Shop, mit „lebendigen Schaufensterpuppen“ in der H/W 2009/10 Kollektion von Vuitton | New Bond Street
  • Und außerdem werde ich Rupert Sanderson bei seiner Satinsandalen Installation helfen | Bruton Place, Berkeley Square

Mode im Wald und Waffen im Zug

No Comments »

September 6th, 2009 Posted 8:51 pm

Was für ein verrückter Abend. Nachdem ich mich von meinem temporären Zuhause in Kennington nach Paddington durchgeschlagen hatte um nun endlich in die Bahn nach Stroud zu steigen, wartete die erste Überraschung beim Ticketkauf auf mich. Stolze 42,00 Pfund kostete mich meine Anreise zum Performancespektakel „CUT 2 ON FOLD“. Wer mit „National Rail“ fahren will sollte möglichst Frühbucher sein… Ich hatte 1 ½ Stunden Fahrt vor mir die ich mit dem „Very“-Magazin vertrödelte das mir eine junge Frau vor dem Bahnhof in die Hand drückte. Über 60 Seiten die mir vorstellten wie ich „Very“ trendy, sophisticated oder natural aussehen kann. „Very“ ist ein Internetportal auf dem Fashionvictims ihren Style vorstellen, ihre Mitstreiter und aktuelle Kollektionen „Very ….“ finden können. Das wichtigste an der ganzen Geschichte ist aber der Internetshop in dem man sich das vermeidlich very-tolle Outfit bestellen kann. Naja, ein Blick aus dem Fenster zeigte dass ich schon lange die große bunte Stadt verlassen hatte. Wiesen, Wald und vereinzelt ein paar hübsche Häuser zogen vorbei, fast wie Zuhause. In Stroud angekommen verschwand mein Magazin very-schnell im ersten Mülleimer am Bahnsteig.

Kristin, eine der Performancekünstlerinnen von CUT 2 ON FOLD, hatte mir eine Mitfahrgelegenheit nach Woodchester Mansion organisiert und so wartete ich mitten im Nirgendwo auf Tim. Punkt 18.00 Uhr stand plötzlich ein großer schlanker Mann in schlichter blauer Jeans und schwarzen Jackett neben mir. Gemeinsam ging es nun einmal quer durch die Stadt, über unzählige Kreisverkehre und kleine Landstraßen auf denen sich Kühe rumtrieben. Auf dem Weg erfuhr ich etwas mehr über den Ort und meinen Chauffeur: Stroud ist die Stadt Englands mit den meisten Rudolf Steiner Schulen, 13.000 Einwohner und Damien Hirst hat hier sein Atelier. Tim spricht fließend chinesisch, ist Textilkünstler und eröffnet am kommenden Samstag seine Ausstellung „Vocation: „Woven Textiles by Tim Parry Williams“. Mitten in der Pampa, ich hatte völlig die Orientierung verloren, parkten wir auf einem Feld. Hier standen schon ein paar andere Autos und ein kleiner ziemlich alter weißer Bus. Ein hecktischer Busfahrer wies uns an in den Bus zu steigen. 1 ½ km fuhren wir auf einem holperigen Padweg durch einen wunderschönen alten Wald und erreichten eine Lichtung in der sich Woodchester Mansion befand. Eine wundervolle im 19. Jahrhundert erbaute viktorianisch-gotische Villa. Mir wurde gesagt es soll etwas „spooky“ sein und so war es, der Bauherr hatte 1873 plötzlich kein Geld mehr und so stoppte der Bau und Woodchester Mansion wurde niemals vollendet. So fehlte in manchen Räumen die Decke, Fester, Türen oder Treppen.

Am Eingang gab es für jeden Gast einen Button und ein kleines Heft mit dem Grundriss des Gebäudes und einigen Erklärungen.

In einem wundervoll gestaltetem Raum mit Kamin, Bar und einigen Schneiderutensilien sammelten sich die Gäste. Liz eine der Veranstalterinnen von Studio Seven erzählte mir sie erwarten 150 Gäste, das Ticket kostetet 15 Pfund.

Um halb 8 ging es los. Eine der Veranstalterinnen erklärte den Ablauf des Abends. Es sollten sich vier Gruppen bilden, die Farben der Eintrittbuttons gaben die Gruppenteilung vor. Die vier Gruppen starteten gleichzeitig in vier verschiedenen Räumen. Zu sehen waren insgesamt 7 Räume / Performances je ca. 5 Minuten. Das Ganze war unglaublich gut vorbereitet und koordiniert. (more…)

"Die ideale Ausstellung" zum pèlerinages Kunstfest in Weimar

No Comments »

August 17th, 2009 Posted 8:57 pm

Der Drang, „auszusteigen“ und einem Ideal entgegenzufiebern, gehört zu unseren ältesten Wunschträumen. Welche visuellen Formen aber geben die Künstler den irdischen Paradiesen heute, welche Scheinwelten und Glücksversprechen entwerfen sie? Wie reagieren sie auf die Dekonstruktion von Idealen in unserer von Industrie und Konsumwirtschaft überformten Wirklichkeit?

Die Ausstellung “DIE IDEALE” eröffnet am Sonntag, 23. August 2009 um 11:00 Uhr. Es sprechen: Nike Wagner, künstlerische Leiterin »pèlerinages« Kunstfest Weimar und Frank Motz ACC Galerie Weimar, Kurator

Die Ausstellung kann bis zum 25.Oktober 2009 besichtigt werden!

Einen Gruppenausstellung mit: Jean Jacques Avril (FR), Guy Ben-Ner (IL), Knut Birkholz (NL), Sebastian Brandt (DE), François Burland (CH), Fernando Claveria (ES), Walter Determann (DE), Tina Fiveash (AU), Rodney Graham (CA), Adolf Friedrich Harper (DE), Hancock Shaker Village (US), Antti Laitinen (FI), Elysa Lozano (US), Oneida Community Mansion House (US), Michelangelo Pistoletto (IT), Christian Gottlieb Priber (DE), Reiner Riedler (AT), Ho-Yeol Ryu (KR), Johann Heinrich Wilhelm Tischbein (DE), Cornel Wachter (DE), Carsten Weitzman (DE)

Michelangelo Pistoletto wird seine Arbeit “Venus of the Rags” zeigen. Ein Blick in die kleine Galerie im Herzen Weimars lohnt sich…

eigenartig.es_acc_galerie_die_ideale_ausstellung_kunstfest_venus-of-the-rags (more…)

L.A. Raeven – Der Umgang mit Medien, Mode und dem eigenen Körper

No Comments »

July 4th, 2009 Posted 3:23 am

Die Zwillinge, 1971 in Holland geboren, die u.a mit Jean Paul Gaultier und Nan Goldin gearbeitet haben, setzen sich selbst, ihre genetisch bedingt skeletthaft-dünne Erscheinung zum Standard. Einerseits versuchen die beiden sich durch die Hilfe von Medien und Mode ein persönliches Territorium zu schaffen in dem ihre Erscheinung nicht ungewöhnlich ist, andererseits wollten sie zeigen, das der androgyne Typ, der von der westlichen Welt zum Ideal erkoren wurde, in Verbindung mit einem genetischer Defekt, oder mit Esstöhrungen stehen kann.

L.A. Raeven, Ideal Individual

L.A. Raeven, Ideal Individual

Die Raevens stellen die Frage nach der Autonomie über den eigenen Körper. Wer kontrolliert wie wir aussehen, wer sollte und wie weite können wir gehen bis zur Selbstzerstörung? Ist es ethisch vertretbar für ein Kunstpublikum sich Arbeiten anzusehen, die aktiv für Anorexia geworben haben sie sogar idealisieren?

Und ganz nebenbei geben sie offen zu, mit ihrer Egozentrik zu spielen – „all artists are obsessed with them selves meinen die beiden, deren Arbeit schließlich ihre eigenen Essgewohnheiten und ihre körperlichen Erscheinung evaluiert und beurteilt.

Immer wieder versuchen L. A Raeven im Rahmen von Vernissagen ihr Publikum zu manipulieren, bei Witte de With, (Rotterdam / Februar 2001) befüllten sie Gläser, die verstreut in der Galerie standen mit einer Flüssigkeit, die Weißwein in der Farbe ähnelte aber die Essence ihres eigenen Körpergeruchs war, der sich so langsam ausbreitete.

eigenartig.es_l.a._raeven_wildzone-1-videostill

L.A. Raeven, Wildzone 1

Bei de Appel in Amsterdam manipulierten sie ebenfalls mit Gerüchen. Sie versteckten Fetzen, die getränkt mit einer Flüssigkeit waren, die den Geruch von Antibiotika verbreitete. Diese Aktion war hart an der Grenze der Legalität, da sie nicht wussten, welche Wirkung das Einatmen des Produkts haben würde. So lassen sie dem Publikum keine Möglichkeit unbeteiligter Zuschauer zu sein, er ist Adressat und Objekt ihrer Kunst.

gegenalltag zeigt MOONSPOON SALOON ,Lost Army'

No Comments »

July 3rd, 2009 Posted 1:06 am

gegenalltag präsentiert bis zum 17. Juli die Ausstellung „Lost Army“ von Moonspoon Saloon im quartier21/MuseumsQuartier. Die Installation ist eine Erkundungsreise in das Ausdrucksuniversum der Uniform.

Inspiriert von der Mode der Kriegsführung in längst vergangenen Zeiten und den Palace-Experimenten des Moonspoon Saloon-Gründungsmitglieds Tal R folgt „Lost Army“ der Performance „White Crane“, die erst neulich in der Victoria Miro Gallery in London gezeigt wurde. Moonspoon Saloon ist ein permanentes Modeprojekt entlang der Grenzen zwischen Kunst und Mode.

Das Kopenhagener Design- und Kunstkollektiv Moonspoon Saloon wurde im Jahr 2007 von der Designerin Sara Sachs, dem Maler Tal R und dem Fotografen Noam Griegst gegründet.

Moonspoon vereint unterschiedliche Ausdrucksformen in einer Modemarke, die sich vorgenommen hat 99 Designs in 99 einzigartigen Interpretationen zu kreieren, die in den verschiedensten Zusammenhängen immer wieder auftauchen – sei das nun in traditionellen Laufsteg-Shows oder in Kunstraum-Performances und Filmen.

Mehr Informationen findet ihr unter:

www.gegenalltag.at

www.moonspoonsaloon.com