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"Die ideale Ausstellung" zum pèlerinages Kunstfest in Weimar

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August 17th, 2009 Posted 8:57 pm

Der Drang, „auszusteigen“ und einem Ideal entgegenzufiebern, gehört zu unseren ältesten Wunschträumen. Welche visuellen Formen aber geben die Künstler den irdischen Paradiesen heute, welche Scheinwelten und Glücksversprechen entwerfen sie? Wie reagieren sie auf die Dekonstruktion von Idealen in unserer von Industrie und Konsumwirtschaft überformten Wirklichkeit?

Die Ausstellung “DIE IDEALE” eröffnet am Sonntag, 23. August 2009 um 11:00 Uhr. Es sprechen: Nike Wagner, künstlerische Leiterin »pèlerinages« Kunstfest Weimar und Frank Motz ACC Galerie Weimar, Kurator

Die Ausstellung kann bis zum 25.Oktober 2009 besichtigt werden!

Einen Gruppenausstellung mit: Jean Jacques Avril (FR), Guy Ben-Ner (IL), Knut Birkholz (NL), Sebastian Brandt (DE), François Burland (CH), Fernando Claveria (ES), Walter Determann (DE), Tina Fiveash (AU), Rodney Graham (CA), Adolf Friedrich Harper (DE), Hancock Shaker Village (US), Antti Laitinen (FI), Elysa Lozano (US), Oneida Community Mansion House (US), Michelangelo Pistoletto (IT), Christian Gottlieb Priber (DE), Reiner Riedler (AT), Ho-Yeol Ryu (KR), Johann Heinrich Wilhelm Tischbein (DE), Cornel Wachter (DE), Carsten Weitzman (DE)

Michelangelo Pistoletto wird seine Arbeit “Venus of the Rags” zeigen. Ein Blick in die kleine Galerie im Herzen Weimars lohnt sich…

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32 KILO

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July 5th, 2009 Posted 3:08 am

“Die fragile Leichtigkeit der porträtierten Fotomodelle wirkt in ihren künstlichen, unnatürlichen Posen verstörend und beunruhigend. Rücklings auf allen Vieren auf den Boden gestützt, im Ausfallschritt um die eigene Achse gedreht erscheinen die Präsentationsweisen von Körper und Mode eher wie schmerzhafte Verrenkungen. Arme und Beine scheinen übernatürlich lang und dünn, in einigen Posen erschreckend zerbrechlich. Knochen und Gelenke treten sichtbar hervor. Die jungen Frauen tragen weiße Satinunterkleider, Korsetts, Seidenstrümpfe und medizinische Bandagen, die sich so um Arme und Oberkörper legen, dass eine Bewegung unmöglich scheint. Sie umspannen Brust und Hals auf eine Weise, die ein freies Atmen erschweren. Wofür wird mit diesen Fotografien geworben? Was präsentieren die ausgemergelten Körper eigentlich?”

Die Fotografin Ivonne Thein spielt in ihrer Fotoserie ZWEIUNDDREIßIG KILO mit der schockierenden Ästhetik der Magersucht. Sie spielt mit dem Schönheitsideal der Modeindustrie, sie provoziert und macht nachdenklich.  Ähnlich wie das umstrittene Künstlerinnenduo La Raeven die ihre Videoarbeiten ästhetischen Terrorismus nennen, attackiert sie unsere Augen und zeigt wie schnell aus vermeindlichen Idealen eine gefährlich Krankheit werden kann. Die Wahrnung davor Magersucht zum Lifestyle zu verklären.

Das Thema scheint gerade im Zuge der Fashion Week in Berlin wieder ziemlich aktuell. Denn Berlin macht sich Sorgen um das Gesicht der Modewoche Lena Gercke, Germanys next Topmodel der ersten Generation, erschient viel zu hager zum Fototermin vor der ersten Modenschau.

L.A. Raeven – Der Umgang mit Medien, Mode und dem eigenen Körper

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July 4th, 2009 Posted 3:23 am

Die Zwillinge, 1971 in Holland geboren, die u.a mit Jean Paul Gaultier und Nan Goldin gearbeitet haben, setzen sich selbst, ihre genetisch bedingt skeletthaft-dünne Erscheinung zum Standard. Einerseits versuchen die beiden sich durch die Hilfe von Medien und Mode ein persönliches Territorium zu schaffen in dem ihre Erscheinung nicht ungewöhnlich ist, andererseits wollten sie zeigen, das der androgyne Typ, der von der westlichen Welt zum Ideal erkoren wurde, in Verbindung mit einem genetischer Defekt, oder mit Esstöhrungen stehen kann.

L.A. Raeven, Ideal Individual

L.A. Raeven, Ideal Individual

Die Raevens stellen die Frage nach der Autonomie über den eigenen Körper. Wer kontrolliert wie wir aussehen, wer sollte und wie weite können wir gehen bis zur Selbstzerstörung? Ist es ethisch vertretbar für ein Kunstpublikum sich Arbeiten anzusehen, die aktiv für Anorexia geworben haben sie sogar idealisieren?

Und ganz nebenbei geben sie offen zu, mit ihrer Egozentrik zu spielen – „all artists are obsessed with them selves meinen die beiden, deren Arbeit schließlich ihre eigenen Essgewohnheiten und ihre körperlichen Erscheinung evaluiert und beurteilt.

Immer wieder versuchen L. A Raeven im Rahmen von Vernissagen ihr Publikum zu manipulieren, bei Witte de With, (Rotterdam / Februar 2001) befüllten sie Gläser, die verstreut in der Galerie standen mit einer Flüssigkeit, die Weißwein in der Farbe ähnelte aber die Essence ihres eigenen Körpergeruchs war, der sich so langsam ausbreitete.

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L.A. Raeven, Wildzone 1

Bei de Appel in Amsterdam manipulierten sie ebenfalls mit Gerüchen. Sie versteckten Fetzen, die getränkt mit einer Flüssigkeit waren, die den Geruch von Antibiotika verbreitete. Diese Aktion war hart an der Grenze der Legalität, da sie nicht wussten, welche Wirkung das Einatmen des Produkts haben würde. So lassen sie dem Publikum keine Möglichkeit unbeteiligter Zuschauer zu sein, er ist Adressat und Objekt ihrer Kunst.

gegenalltag zeigt MOONSPOON SALOON ,Lost Army'

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July 3rd, 2009 Posted 1:06 am

gegenalltag präsentiert bis zum 17. Juli die Ausstellung „Lost Army“ von Moonspoon Saloon im quartier21/MuseumsQuartier. Die Installation ist eine Erkundungsreise in das Ausdrucksuniversum der Uniform.

Inspiriert von der Mode der Kriegsführung in längst vergangenen Zeiten und den Palace-Experimenten des Moonspoon Saloon-Gründungsmitglieds Tal R folgt „Lost Army“ der Performance „White Crane“, die erst neulich in der Victoria Miro Gallery in London gezeigt wurde. Moonspoon Saloon ist ein permanentes Modeprojekt entlang der Grenzen zwischen Kunst und Mode.

Das Kopenhagener Design- und Kunstkollektiv Moonspoon Saloon wurde im Jahr 2007 von der Designerin Sara Sachs, dem Maler Tal R und dem Fotografen Noam Griegst gegründet.

Moonspoon vereint unterschiedliche Ausdrucksformen in einer Modemarke, die sich vorgenommen hat 99 Designs in 99 einzigartigen Interpretationen zu kreieren, die in den verschiedensten Zusammenhängen immer wieder auftauchen – sei das nun in traditionellen Laufsteg-Shows oder in Kunstraum-Performances und Filmen.

Mehr Informationen findet ihr unter:

www.gegenalltag.at

www.moonspoonsaloon.com