
Vom 30.06. – 2.07.2010 wird den Jugendclub in der Moskauerstrasse bespielt. Anboten werden verschiedenste Workshops für Kinder und Jugendliche zwischen 4 und 18 Jahren. An 3 Tagen gibt es insgesamt 8 verschiedene Workshops aus den Bereichen Kunst, Design, Performance, Neue Medien und Mode, am 2.7.2010 ab 16.00 Uhr werden die Ergbisse in Form einer kleinen Schau präsentiert.
Mein Workshop findet am 1.7.2010 um 14.00 Uhr. Ich freu mich schon und wer Lust hat ist herzlich willkommen!
Papier Couture | Mode aus Recyclingmaterialen
ca. 4 Stunden, 6 – 12 Jahre, max. 20 Teilnehmer
Papier in der Mode gab es schon in vielen Kulturen und historischen Perioden. In ökonomischen Krisen suchten die Menschen nach Alternativen zur Fertigung von Kleidung, wobei Papier die einfachste Möglichkeit dazu darstellte. Besonders interessant wurde Papier auch ohne Krisenzeit in den 1968ern, in denen unzählige wichtige Modehäuser und Designer das Material Papier zum experimentieren entdeckten. Dabei gilt auch heute Papier noch immer als eine Vorstellung der Materialalternative für Bekleidung. Und auch heute suchen zeitgenössische Designer noch nach anderen Materialien (wie Plastik, Verpackungen, Folien) die ihren Kollektionen ein außergewöhnliches Erscheinungsbild geben. Wir werden mit Recyclingmaterialien arbeiten. Verschiedene Papiere, Plastikfolien, Pappen und Styropor werden uns helfen unsere eigene Kollektion zu designen und diese in Form einer Modenschau am 2.07.2010 zu präsentieren. Die Teilnehmer werden einen kleinen Einblick in die bunte Welt der Mode bekommen, wir machen einen Exkurs in die Formgestaltung von Silhouetten und gehen auf inspirationsreise in Geschichte des Kostüms.
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International Creative Event
30.06.2010 – 2.07.2010
Jugendclub Waggong/Kramixxo
Moskauerstrasse 55
99427 Weimar
www.weimar-ice.de
Mein Workshop findet am 1.7.2010 um 14.00 Uhr. Ich freu mich schon und wer Lust hat ist herzlich willkommen!
Papier Couture
Mode aus Recyclingmaterialen
ca. 4 Stunden, 6 – 12 Jahre, max. 20 Teilnehmer
Papier in der Mode gab es schon in vielen Kulturen und historischen Perioden. In ökonomischen Krisen suchten die Menschen nach Alternativen zur Fertigung von Kleidung, wobei Papier die einfachste Möglichkeit dazu darstellte. Besonders interessant wurde Papier auch ohne Krisenzeit in den 1968ern, in denen unzählige wichtige Modehäuser und Designer das Material Papier zum experimentieren entdeckten. Dabei gilt auch heute Papier noch immer als eine Vorstellung der Materialalternative für Bekleidung. Und auch heute suchen zeitgenössische Designer noch nach anderen Materialien (wie Plastik, Verpackungen, Folien) die ihren Kollektionen ein außergewöhnliches Erscheinungsbild geben. Wir werden mit Recyclingmaterialien arbeiten. Verschiedene Papiere, Plastikfolien, Pappen und Styropor werden uns helfen unsere eigene Kollektion zu designen und diese in Form einer Modenschau am 2.07.2010 zu präsentieren. Die Teilnehmer werden einen kleinen Einblick in die bunte Welt der Mode bekommen, wir machen einen Exkurs in die Formgestaltung von Silhouetten und gehen auf inspirationsreise in Geschichte des Kostüms.
Das Défilé, es lässt das Herz des Designers höher schlagen. Denn bei der Modenschau präsentiert er die aufwändige Arbeit vieler Monate oder Jahre. Wer sich hier auf eine fabelhafte Art und Weise präsentiert, gewinnt Presse, Händler und Käufer für sich und dies sagt monetär erfolgreiche Monate voraus. Aber nicht nur für die Designer ist dies ein atemberaubendes Moment, die Modenschau bezirzt seit mehr als einem Jahrhundert Jene die sich der Mode verschrieben haben und Jene die Wert auf Inszenierung, Szenografie und Performance legen. Hier erst entwickelt sich die Idee des textilen Designs und geht eine Symbiose mit Körper, Licht, Musik und Performance ein – ein mitreißender Augenblick.
Vor gut 100 Jahren erkannte dies bereits L. Roger Milés und schreibt im Vorwort seines Buches: „Les Créateurs de la Mode – Dessins et Documents de Jungbluth“:
„…Wenn im Februar die Sommermode und im August die Wintermode präsentiert wird, werden die Salons der großen Courtiers von einer Menschenmenge gestürmt… Und es ist ein herrliches Schauspiel, selbst für die blasiertesten Blicke, die Kollektionen über den über den Laufsteg defilieren zu sehen… Diese Modenschauen haben etwas Beglückendes und Traumhaftes… Und damit meine ich nicht die technische Ausstattung der Kleider – ich meine alleine diesen Anblick und den kaleidoskopischen Eindruck, den er auf der Netzhaut hinterlässt…“
Denken wir nur an den üppigen Rosenblätterteppich bei Givenchy (Frühjahr/Sommer 2009), prunkvolle, illuminierende Kristall-Leuchter und einen Catwalk als unendlich lange Tafel bei Dries Van Noten (F/S 2005), John Gallianos inszenierten nebeligen barocken Friedhof für Dior(Herbst/Winter 2005/6) oder die Performance Hussein Chalayan’s in der Models ihren Kolleginnen die aus Zuckermasse gefertigten Kleider abschlugen – ich kann und möchte mit Sicherheit sagen, dass dies Inszenierungen waren die einen Nachhaltigen Eindruck auf der Netzhaut hinterlassen haben und die dem textilem Kunstwerk Leben einhauchen. Wie Marc Jacobs schon sagte:“ Ich mag den Gedanken, Kleider könnten nach Ende der Show ein Leben haben.“
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Tags: Chambre Syndicale de la Couture, Charles-Frederick Worth, Défilé, Elias Howe, Elsa Schiaparelli, Gabrielle Chanel, Geschichte der Modenschau, L. Roger Milés, Lucy Duff Gordon, Paul Poiret, Theater der Mode
Posted in Designer

Stelle eine kaputte Nähmaschine in einen Glasbehälter,
der zehn- oder zwanzigmal größer als die Maschine ist.
Stelle den Glasbehälter einmal im Jahr,
an einem Abend,
an dem es schneit,
auf den Marktplatz,
und lasse jeden Steine darauf werfen.
Winter 1961, Yoko Ono

Die ACC Galerie Weimar verabschiedet am kommenden Sonntag die Ausstellung “Der Wirth Rapport” die Retrospektive der in Berlin lebenden Künstlerin Runhild Wirth. Zur Finissage wurde noch einmal gezaubert und die Besucher erwartet eine performative Reise durch Galerie und Kunst, Zeit und Raum inspiriert von Fellinis Casanova.
“Die Künstlerin Runhild Wirth transformiert für ihre Finissage-Performance bewegte Bilder aus Fellinis “Casanova” in Filmstills. Die fixierten Filmbilder spiegeln sich auf den Gewändern der Tänzer des Performance | Rooms | Art Projekts wider. Der Film kommt erneut in Bewegung – als “tanzende Leinwand”. In drei Räumen werden verschiedene Szenen emotional-tänzerisch interpretiert. So wird ein opulent arrangierter Bilderbogen entstehen, der mit dem Verhältnis aus Bewegung und Stillstand spielt.
“Was habe ich mit diesem Film machen wollen? Ein gutes Stück weiter zum letzten Grund des Kinos gelangen. Also dahin, dass es einem gelingt, aus einem Film ein Gemälde zu machen. [...] Das Ideale wäre ein Bild aus einem einzigen Bild zu machen, das ewig feststeht und voller Bewegung ist.” (Fellini 1977)
Das Projekt Performance | Rooms | Art befasst sich mit der Beziehung zwischen Tänzer und Besucher im Ausstellungsraum. Die Aufführung findet im Rahmen der für Mai 2010 geplanten Ausstellung des 15. Internationalen Atelierprogramms der ACC Galerie und der Stadt Weimar in der ACC Galerie Weimar statt und wurde von Mandy Unger initiiert. Ziel ist es eine Komposition zu schaffen, bei der man Ort, Raum, Tänzer, Besucher und die “Umstände” der ausgestellten Kunst zusammenführt.
Der Ort Galerie (ACC Galerie) soll mit verschiedenen Genres der Kunst (Performance/Medien/Licht/Klang) verknüpft werden. Die Veranstaltung aus Sicht der Galerie, die Aufführung aus Sicht des Tanztheaters oder die Aktion/Performance/das Happening als Ganzes für den Zuschauer/Betrachter/Besucher wird zu einem interaktiven Spektakel.” (ACC Galerie)
ACC Galerie Weimar
Burgplatz 1+2
99423 Weimar
Einlass ab 16:30 Uhr, Beginn 17:00 Uhr
Für Getränke und Snacks wird gesorgt sein!
Der vierzigjährige Designer wurde gestern in seinem Haus in London tot aufgefunden. Warum der Stardesigner den Freitod gewählt hat ist noch unklar. Die Modewelt ist erschrocken. Seine Website lässt verlauten: “On behalf of Lee McQueen’s family, Alexander McQueen today announces the tragic news that Lee McQueen, the founder and designer of the Alexander McQueen brand has been found dead at his home. At this stage it is inappropriate to comment on this tragic news beyond saying that we are devastated and are sharing a sense of shock and grief with Lee’s family.”
Der Designer zählte zu den Ausnahmetalenten der zeitgenössischen Modeszene. Seine neue Kollektion die gestern in New York gezeigt werden sollte wurde kurzfristig abgesagt. Bleibt abzuwarten wie es nun weitergeht.
Falls ich es noch nicht erwähnt haben sollte, ich habe eine absolute Schwäche für Tim Walkers Modefotografien. Was macht man dann also an einem Sonntagnachmittag? Den wundervollen Bildband “Pictures” anschauen und in Tagträume verfallen. Ach, ich freu mich!
Für alle die den guten Mann noch nicht kennen hier ein paar Eckdaten
- Tim Walker ist 1970 im Süden Englands in Devon geboren
- arbeitet für Vogue, Harper’s Bazaar, Hermés, Dior, Aquascutum London, Comme des Garcons, Couture Couture Los Angeles u.v.m.
- “Tim Walker verlängert den Traum der Haute Couture ins Bild”, schrieb die Kuratorin Caroline König und beschreibt damit wunderbar die Wirkung Walker’s Bilder
- ist bekannt für seine Aufwändigen Inszenierungen und Requisiten (ein Blick auf Youtube lohnt sich)
- fotografiert fast ausschließlich analog

Mode: Ich bin die Mode, deine Schwester.
Tod: Meine Schwester?
Mode: Ja. Weißt du denn nicht, dass wir beide Kinder der Vergänglichkeit sind?
Tod: Wie sollte ich mich entsinnen, da ich ein Erzfeind des Gedächnisses bin?
Mode: Aber ich entsinne mich noch gut und ich weiß, dass uns beiden der Sinn danach steht, die Dinge hienieden unablässig zu verwandeln und aufzulösen.”
Giacomo Leopardi: Gedichte und Prosa, Frankfurt 1979
Foto: Camilla Åkrans

Der Peek & Cloppenburg Award geht nun in die 5. Runde bzw. ins 3. Jahr. Auf den Gewinner wartet ein Preisgeld und die Präsentation der eigenen Kollektion auf der nächsten Mecedes Benz Fashion Week.
Julia Knüpfer (Esmod Internationale Modeschule Berlin), Joel Horwitz (UDK Berlin) und Sam Frenzel (HTW Berlin) haben bereits die Jury überzeugen können. Nun ist wieder platz für neue Ideen. Also, los gehts!
Bewerbung ist möglich bis zum 14.04.2010!
Mehr Infos gibts bei Peek & Cloppenburg

Im Rahmen des Events “Voices of Fashion” wird Germano Celant, der Direktor der Prada Foundation und früherer Kurator am Guggenheim Museum in New York, am 6.02.2010 um 18.30 Uhr im NRW Forum über die Mode/Kunst-Beziehung referieren. Christiane Arp, Vogue-Chefredakteurin und Werner Lippert vom NRW-Forum werden mit den holländischen Star-Modeschöpfern Viktor & Rolf über ihre interdisziplinären Kooperationen mit Galeristen, Künstlern, Designern, Opern-Regisseuren oder Fotografen plaudern. Anschließend wird die “Dolls Installation” von Viktor & Rolf eröffnet, welche noch bis zum 21.o2.2010 vor dem NRW Forum in Düsseldorf zu sehen sein wird.
Von der Kritik der Warengesellschaft zur Ware der Kritikgesellschaft.
Eine feine Veranstaltung am kommenden Freitag, 29.01.2010 um 20.00 Uhr in der ACC Galerie Weimar

“Punk ist immer wieder eine “Herausforderung für die Hegemonie” (Dick Hebdige). Er ist Katalysator diverser dissidenter Handlungstaktiken der künstlerischen Avantgarden des 20. Jahrhunderts und weist ein breites Repertoire an Protestpraktiken gegen die bestehenden Verhältnisse auf. Besonders deutlich wird dies in den kulturellen Materialisationen punktypischer Körper- und Kleidungsästhetik. Sie künden von der Subversion alltäglicher Symbole und Sachen und sind somit verobjektivierte Kritik an der Warengesellschaft.
Die Untersuchung der materiellen Kultur des Punks zeigt jedoch mehr: Der gesellschaftliche und individuelle Abgesang des “no future” ist zugleich überlebens- und integrationsfähige Strategie. Die Zukunftslosigkeit zeigt sich als Zukunftsentwurf. Die Bewegung, im Sinne einer sozialen Avantgarde und somit als Motor der Masse, ist selbst treibende Kraft einer Rekuperation. Der symbolische Protest des Punks findet ebenso Niederschlag in Läden und auf Laufstegen – als Ware der Kritikgesellschaft.
Punk entpuppt sich als Bewegung im paradoxen Zustand gleichzeitiger gesellschaftlicher Gegnerschaft und Teilhabe. Der symbolische Protest bedeutet keinen Umsturz, sondern aktive Emanzipation mit Beeinflussungen der Mode und des Konsums.
Jan C. Watzlawik ist wissenschaftlicher Angestellter am Institut für Kunst und Materielle Kultur der Technischen Universität Dortmund. Er forscht zu Mode-, Protest- und Konsumkulturen.”
Hier das nInterview zum Vortrag von Radio Corax